Ich bin neidisch.

 Schon im Kindesalter wird uns beigebracht, Neid sei etwas schlechtes und hässliches. Es ist kein Attribut, das irgendwer gerne trägt. Doch jeder empfindet mal Neid. Dieses Gefühl steckt in jedem aber niemand möchte es offen zugeben. Das schiebt man lieber den Anderen zu. Aber ist neidisch sein gleich etwas schlechtes? Ich glaube viele vergleichen Neid mit Missgunst. Es werden oft Fragen wie ,,Warum kann ich nicht so sein wie er/sie?“ oder ,,Warum passiert dies oder jenes nicht mir?“ gestellt. Dies wird häufig mit fadenscheinigen Ausreden begründet. ,,Weil er/sie Glück, Talent, gute Gene hatte“ ist natürlich ein besserer Trost anstatt zu sagen ,,Weil er/sie hart dafür gearbeitet hat“.
Klar, sich selbst einzugestehen, dass man nicht diszipliniert genug sei, um etwas zu erreichen ist tausend mal schwieriger als eine tröstende Antwort darauf zu finden. Dabei ist das Wesentliche doch nicht der Neid selbst, sondern wie wir ihn interpretieren und mit ihm umgehen. Neid kann sogar gesund sein! Statt zu sagen ,,Das will ich auch!“ kann man sich überlegen, wie man den Erfolg eines Anderen als Motivation und Antrieb für sich selber benutzt. ,,Was er/sie schafft, schaffe ich vielleicht eines Tages auch!“. Das beste Gefühl dabei ist die Zufriedenheit, die in einem geweckt wird, wenn man sich auch für andere Menschen freuen kann ohne Missgunst und Egoismus zu entwickeln.
Über den Erfolg von jemand anderem zu sprechen oder ihn gar in Frage zu stellen, macht einen selbst schließlich nicht erfolgreicher.
Ich bin selber neidisch auf viele Instagram-Profile, Blogger oder sogar Models in diversen Zeitschriften, aber ich weiß auch, dass die meisten ihren Erfolg nicht durch eine reiche Familie, gute Gene oder einer ordentlichen Portion Vitamin B  haben, sondern ihn hart erkämpfen mussten. Wer weiß, vielleicht steht irgendwann auch mein Name groß in Zeitschriften?

3 Kommentare zu „Ich bin neidisch.

  1. Hey, ich mag deinen Text sehr und grade in der Bloggerszene ist Neid und Missgunst an der Tagesordnung. Das ist unglaublich schade, weil wir letztlich alle an einem Strang ziehen und kleine Fische im großen Meer sind.. Ich erwische mich natürlich auch des öfteren dabei wie ich denke: „Oh, wäre ich doch mal mehr wie sie“ oder was auch immer. Aber das ist totaler Quatsch! Wir sollten zufrieden mit dem sein was wir haben und was wir sind. Das schließt aber das an sich Arbeiten nicht zwangsläufig aus, denn schließlich entwickeln wir uns und bleiben im besten Fall nicht das ganze Leben auf einer Stelle stehen.. Was ich damit sagen will ist, dass wir alle lernen sollten grundsätzlich mit dem zufrieden zu sein was wir haben.
    Ganz liebe Grüße, Lisa von http://www.funkelmariechen.de

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